Arbeitnehmerin wird in ihrer Leistung durch künstliche Intelligenz überwacht, in dem Sie Office 365 benutzt.

veröffentlicht am 07.12.2018 von

Jeder kennt es, die meisten nutzen es bei der Arbeit und auch privat: Microsoft Office. 1989 startete die Software mit den drei Programmen Word, Excel und Powerpoint. In der Zwischenzeit hat sich viel getan. Das neue Office-Paket Microsoft 365 sorgt vor allem in Unternehmen für Gesprächsstoff. Die Neuauflage des Text- und Datenverarbeitungsprogramms verfügt inzwischen über deutlich mehr Funktionen als es noch vor ein paar Jahren der Fall war.

Neben Mails und Kalender können nun auch Analysetools eingebunden werden.

„Das bedeutet im Positiven betrachtet, dass die Informationen, die in einem Unternehmen vorhanden sind, zusammengeführt werden sollen. Es bedeutet gleichzeitig aber eben auch, dass alles mit allem verknüpft wird und das ergibt ein Profil eines Menschen“, so Dr. Silke Greve, Datenschutzexpertin der AfA Rechtsanwälte im Interview mit dem Bayern Radio.

Die Arbeitsprozesse einzelner Mitarbeiter werden dadurch gläsern und können mit anderen Faktoren wie Gehalt und Arbeitszeiten verglichen werden. Letztendlich können Aussagen über die Leistung und Motivation von Mitarbeitern getroffen werden. Eine besorgniserregende Entwicklung, die keinesfalls ohne Einbindung des Betriebsrats umgesetzt werden sollte.

Die Arbeitsrechtlerin Dr. Silke Greve und die Wirtschaftsinformatikerin Katharina Simbeck nehmen im Interview mit dem Bayern Radio Stellung zu derartigen KI-gestützten Analyseprogrammen. Informieren Sie sich im Podcast unter https://www.leopoldina.org/themen/thema-big-data/big-data-podcasts-1/


Rechtsanwalt Evgeny Khazanov ist bei AfA in allen Angelegenheiten des Individual- und Kollektiv-Arbeitsrechts tätig. Er spricht fließend Englisch und Russisch und betreut daher regelmäßig internationale Mandanten. Der Hauptschwerpunkt seiner Tätigkeit bildet die Beratung von Führungskräften.

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