Office 365 Betriebsrat

veröffentlicht am 27.07.2017 von

Seit mehr als 20 Jahren steht Microsoft mit seinem Office-Paket unangefochten an der Spitze des Markts. Das im Jahr 2011 erschienene Office 365 setzt dabei neue Maßstäbe: Egal ob im Büro oder von unterwegs, online oder offline, mit Office 365 sind Word, Excel, Powerpoint & Co. immer und überall griffbereit.

Doch dieser vermeintliche Vorteil sorgt für reichlich Zündstoff. Im Gegensatz zu den Vorgängerversionen der Software werden die Daten nicht mehr im firmeneigenen Netzwerk gespeichert, sondern in einer Cloud, also auf externen Servern. Sensible Daten, wie zum Beispiel Informationen darüber, wie lange an einem Dokument gearbeitet oder an welchen Kontakt eine E-Mail geschrieben wurde, sind abrufbar. Brisante Daten, die vor allem für Arbeitgeber sehr aufschlussreich sind.

Als wäre das noch nicht bedenklich genug, erleichtert Microsoft mit dem neuen Add-On „Workplace Analytics“ dem Arbeitgeber sogar noch die Auswertung von Mitarbeiterdaten. „Analysieren Sie Ihr Zeitmanagement und das Ihrer Mitarbeiter“, heißt es auf der Website des Unternehmens. So kann die Produktivität eines einzelnen exakt ausgewertet und mit denen von Kollegen verglichen werden.

Aus datenschutzrechtlicher Sicht ist diese Vorgehensweise höchst bedenklich, warnt Marc-Oliver Schulze, Fachanwalt für Arbeitsrecht bei den AfA Rechtsanwälten, im Interview mit dem DGB. Vermeintliche „Low-Performer“ können so vom Arbeitgeber „aussortiert“ werden.

Den gesamten Text und seinen Rat an Betriebsräte bei der Einführung von Office 365 finden Sie unter http://www.dgb.de/themen/++co++0342f31e-6c85-11e7-b8f9-525400e5a74a.