veröffentlicht am 31.07.2015 von

Jeder Arbeitnehmer hat bei Beendigung eines Arbeitsverhältnisses einen Anspruch auf ein schriftliches Arbeitszeugnis vom Arbeitgeber. Er kann ein einfaches (reine Bestätigung der Art und Dauer der Beschäftigung) oder ein qualifiziertes (mit zusätzlicher Bewertung der Leistung und des Verhaltens) Arbeitszeugnis fordern.

Da das Zeugnis sowohl dem potentiellen neuen Arbeitgeber als Einstellungskriterium dient als auch entscheidende Bedeutung für das berufliche Fortkommen des Arbeitnehmers hat, muss es zwar wahr, zugleich aber auch wohlwollend formuliert sein. Selbstverständlich hat sich hier ein gewisser Code eingebürgert, den nur die Experten vollumfänglich verstehen. Oft werden so unterschwellig negative Zeichen gesetzt, ohne dass der Laie dies bemerkt.

Sowohl bei der Nichtausstellung eines Zeugnisses als auch bei „negativer Codierung“ kann dem betroffenen Arbeitnehmer, notfalls gerichtlich, zu einem wohlwollenden Arbeitszeugnis verholfen werden.

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