veröffentlicht am 31.07.2015 von

Der Begriff „Mobbing“ beschreibt eine Situation, in der Arbeitnehmer über einen längeren Zeitraum hinweg systematisch in einer schikanösen Weise von anderen Mitarbeitern, Vorgesetzten oder sonstigen Personen an deren Arbeitsplatz bzw. im Betrieb behandelt werden. Mobbing beinhaltet eine Vielzahl verschiedener Handlungen – von Kritik über Gesten bis hin zu verbal ausfallenden Äußerungen. Gemein ist allen Handlungsweisen des Mobbings, dass dieses zielgerichtet eingesetzt werden und (meist) bewirken, dass sich der betroffene Arbeitnehmer ausgegrenzt oder diskriminiert fühlt.

Hiergegen kann der Betroffene jedoch etwas tun. Es gibt zum einen die Möglichkeit, aufgrund des Mobbings Schadensersatz- bzw. Schmerzensgeldansprüche geltend zu machen, sei es gegen den Arbeitgeber wegen Duldung oder auch gegen Kollegen wegen aktiven Mobbings. Auch kann sich der betroffene Arbeitnehmer mit einer Beschwerde an den Betriebsrat wenden.

In der Praxis besteht allerdings häufig das Problem, dass Mobbinghandlungen in einem gerichtlichen Verfahren nicht nachgewiesen werden können, da die Anfeindungen, Diskriminierungen etc. selten öffentlich stattfinden, sondern meist ohne Zeugen erfolgen. Vor diesem Hintergrund ist jedem Arbeitnehmer, der sich gemobbt fühlt, zu empfehlen, ein sog. Mobbingtagebuch zu führen, in das sämtliche Vorkommnisse möglichst detailliert eingetragen werden (Was ist wann und wo passiert? Wer war dabei?). Anhand eines solchen Mobbingtagebuchs können sodann die Erfolgsaussichten einer Mobbingklage besser beurteilt werden und kann dem Arbeitnehmer eine Verhaltensempfehlung gegeben werden.

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