veröffentlicht am 31.07.2015 von

Eine gesetzliche Definition für die sog. Minijobs (auch: geringfügige Beschäftigungen) im Arbeitsrecht gibt es nicht. Dies liegt daran, dass sich Mini-Jobs grundsätzlich nicht von anderen Arbeitsverhältnissen nicht unterscheiden. Es wäre falsch zu sagen, dass ein Minijob kein richtiges Arbeitsverhältnis ist. Ein Minijobber darf gegenüber den anderen Arbeitnehmern nicht benachteiligt werden. Wie auch sie hat er beispielsweise Anspruch auf eine Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und auf Erholungsurlaub. Er ist lediglich teilzeitbeschäftigt (vgl. § 2 II TzBfG).

Der Unterschied zu anderen Arbeitsverhältnissen besteht lediglich darin, dass sich das Arbeitsentgelt auf maximal € 450,00 pro Monat beläuft und die Beschäftigung deshalb sozialversicherungsfrei ist, d.h. es müssen seitens des Arbeitnehmers keine Sozialversicherungsabgaben abgeführt werden. Es gilt daher das Prinzip „brutto gleich netto“. Der Arbeitnehmer kann jedoch auf freiwilliger Basis in die Rentenversicherung einzahlen.

Zurück zum Lexikon