veröffentlicht am 31.07.2015 von

Im Gegensatz zum Aufhebungsvertrag ist die Kündigung eine einseitige Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Sie kann sowohl durch den Arbeitgeber als auch durch den Arbeitnehmer ausgesprochen werden.

Unterschieden wird zwischen der außerordentlichen und der ordentlichen Kündigung. Im Rahmen der außerordentlichen Kündigung müssen die Kündigungsfristen nicht eingehalten werden. Sie ist jedoch nur möglich, wenn ein sog. wichtiger Grund vorliegt. Es handelt sich hier meist um Fälle groben Fehlverhaltens, die es rechtfertigen, die Kündigungsfristen nicht einhalten zu müssen (vgl. § 626 BGB).

Bei einer ordentlichen Kündigung muss der Arbeitgeber in jedem Fall die gesetzlich vorgesehene Kündigungsfrist einhalten. Hier gibt es wiederum drei Kündigungsgründe: den personenbedingten, den verhaltensbedingten und den betriebsbedingten Kündigungsgrund. Während die Kündigung bei der personen- und verhaltensbedingten Kündigung auf Gründen aus der Sphäre des Arbeitnehmers beruht, liegt der Kündigungsgrund bei der betriebsbedingten Kündigung in der Sphäre des Arbeitgebers.

Grundsätzlich ist die Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber nur unter sehr engen Voraussetzungen möglich. Für den Arbeitnehmer bestehen deshalb gute Möglichkeiten, sich gegen eine Kündigung zu wehren. Wenn der Arbeitnehmer mit einer Kündigung nicht einverstanden ist, muss er allerdings innerhalb von drei Wochen ab Zugang der Kündigung Kündigungsschutzklage erheben, da die Kündigung nach Ablauf dieser Frist per Gesetz automatisch als wirksam gilt. Im Rahmen des Kündigungsschutzverfahrens kann dann entweder versucht werden, eine möglichst hohe Abfindung auszuhandeln oder das Arbeitsverhältnis fortzusetzen.

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