veröffentlicht am 31.07.2015 von

Eine Besonderheit im Arbeitsrecht stellen die sog. Ausschlussfristen dar. Diese können in Arbeitsverträgen oder Tarifverträgen enthalten sein. Schon die Frage, ob überhaupt Ausschlussfristen Anwendung finden, ist für einen Laien oft schwer zu beantworten.

Ausschlussfristen regeln, bis zu welchem Zeitpunkt Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis geltend gemacht werden können. Hierbei ist zu unterscheiden zwischen ein- und zweistufigen Ausschlussfristen. Teilweise sind gerade in Tarifverträgen kurze Fristen von nur einem Monat vorgesehen. Macht der Arbeitnehmer Ansprüche beispielsweise auf Urlaubsabgeltung, ausstehendes Gehalt oder ein Zeugnis nicht innerhalb dieser Frist geltend, so kann er die Ansprüche nicht mehr durchsetzen. Daher sollte man in arbeitsrechtlichen Angelegenheiten und bei offenen Ansprüchen nicht allzu viel Zeit verstreichen lassen, insbesondere da die Fristen grundsätzlich auch dann laufen, wenn der Arbeitnehmer gar keine Kenntnis von diesen hat.

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