veröffentlicht am 31.07.2015 von

Beim Arbeitsvertrag handelt es sich um einen privatrechtlichen Vertrag in Form eines Dienstvertrages (§ 611 BGB), in dem die beiden Vertragspartner Arbeitgeber und Arbeitnehmer Rechte und Pflichten, die sich aus dem Arbeitsverhältnis ergeben, vereinbaren.

Meist werden wesentliche Bestandteile wie die geschuldete Arbeitsleistung, die Arbeitszeit, der Arbeitslohn etc. im Arbeitsvertrag explizit geregelt. Der Vertrag enthält ggf. auch einen Hinweis auf geltende Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen.

Aufgrund der in Deutschland geltenden Privatautonomie ist der Arbeitnehmer grundsätzlich frei, was die Regelungen in einem Arbeitsvertrag angeht. Dennoch enthält eine Vielzahl von Verträgen unwirksame Klauseln, sodass oftmals geltend gemachte Ansprüche des Arbeitgebers tatsächlich nicht durchsetzbar sind. Um sich im einzelnen Fall beispielsweise gegen eine Versetzung oder eine Zahlungsforderung des Arbeitgebers wehren zu können, ist eine rechtliche Prüfung des Arbeitsvertrages notwendig.

Eine Verpflichtung, einen Arbeitsvertrag schriftlich abzuschließen, besteht grundsätzlich nicht. Mündlich geschlossene Verträge sind genauso rechtsverbindlich! Es genügt im Übrigen, dass man vom Arbeitgeber binnen zwei Wochen nach Arbeitsaufnahme eine schriftliche Zusammenfassung des Inhaltes erhält (vgl. Regelungen im Nachweisgesetz). Etwas anderes gilt z.B. bei befristeten Arbeitsverhältnissen. Allerdings ist es empfehlenswert, jeden Arbeitsvertrag schriftlich zu fixieren, um spätere Streitigkeiten über den Inhalt zu vermeiden.

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