Bei der Personenbedingten Kündigung liegt der Kündigungsgrund in der Person des Arbeitnehmers selbst, d.h. der Arbeitnehmer muss zumindest längerfristig bzw. dauerhaft nicht in der Lage sein, seine Arbeitsleistung zu erbringen. Der in der Praxis häufigste Fall ist die krankheitsbedingte Kündigung. Eine personenbedingte Kündigung ist aber z. B. auch beim Entzug der Fahrerlaubnis eines Berufskraftfahrers oder bei der Verurteilung des Arbeitnehmers zu einer längeren Freiheitsstrafe möglich.

Wann damit zu rechnen ist, dass der Arbeitnehmer seine Arbeitsleistung nicht mehr erbringen kann, lässt sich pauschal nicht beurteilen, sondern hängt vom konkreten Einzelfall ab. Der Arbeitgeber hat vor Ausspruch einer personenbedingten Kündigung zu prüfen, ob der betroffene Arbeitnehmer nicht an einem anderen Arbeitsplatz weiterbeschäftigt werden kann. Die Kündigung ist auch nur dann möglich, wenn die Weiterbeschäftigung des Arbeitnehmers eine unzumutbare Beeinträchtigung der betrieblichen oder wirtschaftlichen Interessen des Arbeitgebers darstellen würde.

Daran mangelt es aber in der Praxis regelmäßig. Gegen die personenbedingte Kündigung kann der Arbeitnehmer deshalb häufig erfolgreich vorgehen.

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